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Die Cigarre ist eine zentrale Säule des Genusses

Die Dominikanische Republik zählt bekanntermaßen zu den größten Produzenten von Premium Longfiller Cigarren weltweit. Das vielgerühmte Cibao Tal am Rande der Stadt Santiago de los Caballeros spielt dabei eine besondere Rolle, denn der dunkelbraune Boden der Region, der die Konsistenz von nassem Ton auf einer Töpferscheibe hat, eignet sich perfekt für den Ausbau diverser Tabaksorten. Genau diese Qualitätsvoraussetzungen haben Heinrich Villiger und Matias Maragoto Ende der 90er Jahre zusammengeführt und heute sind sie Partner und Freunde. 




ABAM ist ein typisches dominikanisches Familienunternehmen. Die Wurzeln liegen wie so häufig auf Cuba und von dort reiste die Liebe zum Tabak mit in die Dominikanische Republik. Heinrich Villiger erkannte das Potenzial des damals noch jungen Unternehmens. Matias Maragoto wusste natürlich, welcher Grande der Tabakbranche ihm gegenüber stand. Er war beeindruckt von dem unglaublichen Wissen über Tabak und die herausragende Fähigkeit von Heinrich Villiger, aus Visionen tatsächliche Erfolge zu machen. Das war der Beginn einer gemeinsamen Zukunft, die bis heute standhält und so wunderbare Cigarren wie die Villiger Bock y Compania, die Villiger 1492 und 1888, oder auch die Villiger La Flor de Ynclan herausbringt. ABAM Cigars hat sich auf die Herstellung hochwertiger Cigarren für den Export konzentriert und kombiniert die besten Tabake aus der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Ecuador, Peru, Mexiko, Indonesien und weiteren Ländern, um die perfekte Mischung zu finden. Matias Maragoto gilt als einer der Besten Kreateure für Blends. Unterstützt wird er von seiner Frau Aidee, die das administrative Geschäft leitet. Und Bruder José kümmert sich um die Optimierung von Arbeitsprozessen. So tüftelte und entwickelte er eine pneumatische Presse für die gerollten ­Cigarren, die als Bunch noch ohne Deckblatt weiterverarbeitet werden und ersparte den 270 Mitarbeitern dadurch eine Menge Arbeit. 


Gäste, die das Unternehmen besuchen, werden gerne in der Villiger Cigar Lounge im ersten Stock der ­Fabrik begrüßt. Ein Ort, der Gemütlich­keit vermittelt und gute Gespräche bei einer guten Cigarre zu führen. Matias Maragoto genießt diese kleinen Auszeiten in der Lounge und hat FINE TOBACCO Einblick in seine emotionale Tabakwelt gegeben.


Wie sind Sie 

zur Cigarre gekommen? 

Zur Cigarre, bzw.  zum Tabak bin ich eher auf Umwegen gekommen. Meine Eltern besaßen Land in Cuba und bauten dort Tabak an. Unter anderem hatten sie auch Plantagen in dem wohl bekanntesten Gebiet, Pinar del Rio. Die Passion ist mir also sehr wahrscheinlich bereits in die Wiege gelegt worden. Als Kind habe ich zwar die Arbeit meiner Eltern wahrgenommen, aber meine Interessen lagen woanders.

Mit der Revolution Cubas habe ich das Land verlassen und bin in die Dominikanische Republik gezogen. Mein Onkel Adalberto Ruiz Calderón war bereits erfahren in der Tabak-Branche und bot mir an, doch auch mit einzusteigen. Er griff mir unter die Arme, besorgte für mich die ersten Tabake und half mir, meine kleine Manufaktur im Jahr 1996 zu eröffnen. Es war die Zeit des 90er-Jahre Cigarren-Booms und somit eine sehr umkämpfte. 


Was ist Ihre Passion? 

Wie oben erwähnt, habe ich bereits von Kindesbeinen an erfahren, was es bedeutet, Tabak anzubauen und zu verarbeiten. Tabak ist Leidenschaft, Tabak ist Emotion, Tabak will und muss verstanden werden. 

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, zu führen und erfolgreich werden zu lassen ist ein weiterer Teil, den ich erlernen musste. Bereits im Jahr 1998 traf ich Heinrich Villiger zum ersten Mal. Sein Name war über alle Zweifel erhaben und sein Wissen über Tabak beeindruckend. Doch auch als Geschäftsmann sind seine Fähigkeiten herausragend, sodass wir zu Beginn noch einige Male über Preise verhandelten, bis es zum ersten Geschäft kam. Hierdurch habe ich einen neuen Zugang zum europäischen Markt und hauptsächlich zu dem in Deutschland bekommen. Die Achtung der Cigarre und des Genusses ist wirklich außergewöhnlich in Deutschland und das ist es doch, worum es sich drehen soll. Die Cigarre soll Menschen zusammenbringen und ihnen besondere Momente ermöglichen. Seit über 20 Jahren bin ich nun verantwortlich für sämtliche VILLIGER-Cigarren, die in der Dominikanischen Republik gefertigt werden. Die Nachfrage reißt nicht ab und das zeigt mir, dass unsere Arbeit die richtige Wertschätzung erhält. Bei uns arbeiten rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Tag für Tag mit viel Liebe zum Tabak dafür sorgen, dass ein Stück Dominikanische Republik in die Welt getragen wird.

Aber auch darüber hinaus ist der An- und Ausbau des Tabaks für das gesamte Land von immenser Wichtigkeit. Ich verspüre also nicht nur eine gewisse Verantwortung meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, sondern auch all denjenigen, die sich Tag für Tag für die Cigarre einsetzen.


Was sind Ihre Parameter, 

um gute Tabake zu mischen?

Um hervorragenden Tabak zu erhalten, brauchen wir hervorragende Bedingungen, wie Klima, Boden und Zeit. All das habe ich in der Dominikanischen Republik gefunden. 

Darüber hinaus ist unser Bestreben, immer wieder den perfekten Blend zu finden. Hierfür braucht es Expertise, die ich mir über die Jahre angeeignet habe. Aber auch meine Frau Aidee, sowie mein Bruder José sind wichtige Experten an meiner Seite. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht Premium-Cigarren zu fertigen und das ist unser Anspruch. Gute Tabake zu mischen, bedeutet zunächst, auch gute Tabake zu erhalten. Mit der renommierten Familie Maruschke haben wir einen der besten Tabakbauern an unserer Seite, den die Republik zu bieten hat. 

Dennoch sorgt die große Nachfrage nach Handmade Premium-Cigarren auch dafür, dass besonders alte Tabake immer schwerer zu bekommen sind. Dies soll nicht bedeuten, dass es keine guten Tabake mehr zu kaufen gibt, nur haben sich die Anforderungen an uns ein wenig verschoben. Eine Cigarre hat das Potential, über viele Jahre liegenbleiben zu können und sich dennoch aromatisch weiterzuentwickeln. Dieses Potential müssen wir bereits beim Blending-Prozess erkennen. Dennoch soll die Cigarre auch all denjenigen schmecken, die die Cigarre gerne sofort rauchen möchten. Die herausragende Qualität guter Tabake ist allerdings ein wichtiger Grundstein, bei dem der Entstehungsprozess jeder Cigarre beginnt.

Hierfür verwenden wir unter anderem auch Tabake aus Nicaragua, Ecuador, Peru, Mexiko oder aus Indonesien. 


Wie sehen Sie die Zukunft 

der Cigarre insgesamt?

Tabak ist nach wie vor ein wichtiger glo­baler Rohstoff mit einer komplexen Lieferkette. Sie beginnt auf den Feldern und endet in den Humidoren der Fachhändler. Die Tabakindustrie ist in vielen Ländern stark reguliert, was zu strengen Vorschriften führt und die Abläufe erschwert. Dennoch gibt uns die große Nachfrage Hoffnung, dass die Cigarre weiterhin eine zentrale Säule des Genusses bleibt. Wir sehen somit der Zukunft zuversichtlich entgegen und glauben, dass eine gute Cigarre auch noch in einigen Jahren sehr gefragt sein wird. 


Was planen Sie Neues?

Derzeit bin ich mit Herrn Villiger im Austausch, da in diesem Jahr ein großes Jubiläum auf die Branche wartet. Der Herr, um den es sich dabei handelt, hat die Cigarren-Welt revolutioniert. Darüber hinaus ist diese Cigarre eine ganz besondere für mich, war sie doch die erste Handmade Premium-Cigarre, die ich für Heinrich Villiger gerollt habe. Mehr möchte ich ­jedoch hierzu nicht verraten, denn es soll eine kleine Überraschung sein. 

Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an weiteren Formaten und neuen Blends, die das VILLIGER-Portfolio in den kommenden Jahren bereichern sollen. An einer neuen Idee tüfteln wir teilweise über 18 Monate, bis am Ende das fertige Produkt auf den Markt kommt: lassen Sie sich also überraschen! 

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