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Zusammen die Zukunft gestalten

Das diesjährige Motto der InterTabac & InterSupply lautet „Together for tomorrow“. Wir haben es mit Blick auf die Genusswelt der feinen Zigarren, Zigarillos, Pfeifen und Tabak etwas spezifiziert. Hinter der Branche liegen Pandemie bedingt einige Jahre der nonverbalen Kommunikation. Inzwischen sieht man sich wieder, spricht miteinander und teilt Erfahrungen und Ideen. Die zukünftigen Entwicklungen spielen dabei, wie in fast allen Wirtschaftssektoren, eine besonders wichtige Rolle. In Dortmund wurde deutlich, dass es zusammen sicher besser gehen wird, die Zukunft zu gestalten.

                                                                                            


Erstmals an ­einem ­ Donnerstag beginnend  öffnete die Inter­Tabac & InterSupply in Dortmund für drei Tage die Pforten und 680 Aussteller aus 60 Nationen präsentierten ihre Neuheiten und bewährte Produktlinien in insgesamt zehn Hallen der Messe Westfalenhallen. Die  klassischen Segmente wie handverlesene Zigarren aus familiengeführten Manufakturen und Limited Editions, hochwertige Designs für Pfeifenliebhaber, Zigarillos, Pfeifentabak und Feinschnitt  traf man in den Hallen 4,5 und 7. Auch wenn nicht alle bekannten Marken und Unternehmen am Start waren, so konnte sich das Gesamtbild der ­Genussbranche durchaus sehen lassen. Sabine Loos, Messechefin und Hauptgeschäftsführerin der Westfalen­hallen Unternehmensgruppe, resümierte: „Erneut haben zahlreiche Besucher aus dem klassischen Einzelhandel die Möglichkeit wahrgenommen, sich mit ihren Kollegen zu vernetzen und neue Ideen für die Gestaltung ihres Produktangebots zu sammeln.“ Der Geschäftsführer des BdZ Bundesverband der Zigarrenindustrie, Bodo Mehrlein, ergänzte: „Für die Aussteller der Zigarrenindustrie war die InterTabac 2023 wie schon in den Vorjahren eine gute Möglichkeit, die Genussprodukte Zigarren und Zigarillos zu präsentieren. Die Messe war außerdem eine perfekte Plattform, um mit dem Fachhandel und Interessenten aus dem Ausland in Kontakt zu kommen.“  Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Rauchtabakindustrie, war sehr zufrieden mit dem Verlauf der drei Veranstaltungstage: „Die InterTabac hat alle unsere Erwartungen übertroffen und gezeigt, wie wichtig die persönliche Begegnung mit unseren Kunden und Partnern ist, um erfolgreich Geschäfte zu machen. Für unsere mittelständischen Mitglieder ist die InterTabac die Leitmesse der Branche. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen bei der InterTabac 2024.“

Weniger Tabakduft, dafür umso mehr Buntes und Neues fanden die Fachbesucher in Halle 6. Dort stand der „Point of Sale“, also das Fachgeschäft selbst im Mittelpunkt. Die zukünftigen Herausforderungen für den Einzelhandel sind geprägt von Vielfalt und Speziellem. So erklärt sich denn auch die breite Auswahl an Anbietern, die Ladeneinrichtungen, Kassensysteme, Presseprodukte, Spirituosen, Feuerzeuge und weitere Accessoires im Sortiment führen. Diese Vielfalt ermöglicht dem Tabakfachhandel, aber auch anderen Verkaufsstellen einen umfassenden Einblick in die aktuelle Entwicklung rund um die Optimierung der Ladenfläche. Auch der Bereich der E-Zigaretten und E-Liquids, sowie potenziell risikoreduzierte Produkte wie Snus und Cannabidiol sind inzwischen aus dem speziellen Fachhandel nicht mehr wegzudenken. Dazu meinte Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des ­Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse: „Die InterTabac 2023 war ein voller Erfolg für unsere Mitglieder. Zahlreiche Aussteller aus dem Bereich der New Generation Products, die potenziell weniger gesundheitlich schädlich sind, haben für ihre Innovationen werben können und sind auf großes Interesse gestoßen. Sehr zufrieden sind die Hersteller klassischer Tabakerzeugnisse, die überzeugend ihre Marktführerschaft unter Beweis stellen konnten. Die InterTabac hat erneut gezeigt, dass sich Rauchen und Dampfen großer Beliebtheit erfreuen. Um die Zukunft der Branche ist mir daher nicht bange.“


Messe lebt auch vom 

Drumherum

Die Wege in den Dortmunder Westfalenhallen sind lang und die Hallen schmiegen sich wie Waben aneinander an. Bei manchem Neubesucher rauchte deshalb nicht nur die Zigarre, sondern auch der Kopf, wenn er sich zum wiederholten Male orientieren musste. Schlussendlich fand aber jeder den richtigen Weg zum nächsten Termin. Mit etwas Verspätung sogar der ­ehemalige Schwergewichts-Boxweltmeister Mike Tyson, der am Stand von Futurola seine eigene Kollektion präsentierte. Um ehrlich zu sein: Mike Tyson wurde eher zum Selfi-Star von über 500 Besuchern, die geduldig in der Warteschlange aushielten und von streng schauenden Security-Riesen „bewacht“ wurden. Mike Tyson wirkte danach wie nach einem 12 Runden-Kampf. 

Die Messe hatte aber auch ein interessantes Rahmenprogramm für Connaisseure im Angebot. Beliebte Formate wie Cigar Pairings oder das Cigar Blending interessierten die Besucher. Hier konnte geraucht, ausprobiert oder sogar selbst kreiert werden. Unterstützt durch Anbieter für Premium-Spirituosen kombinierten die Pairings internationale Premium-Rummarken und Premium-Zigarren zu aufregenden Geschmackserlebnissen. 

Alles in allem wurde ein positiver Ausblick für die Zukunft vermittelt. Die InterTabac 2024 wird somit bereits geplant und angekündigt: vom 19. Bis 21.September `24 soll die Erfolgsstory der Messe fortgesetzt werden. Dazwischen liegt aber ein Jahr voller Herausforderungen. Während einzelne Anbieter des „braunen Goldes“ eher über mangelnde Mengen und steigende Preise zu befinden haben, sorgen sich kleinere und mittlere Hersteller von Zigarren und Zigarillos über die immensen Kosten, die durch politische Einflussnahme entstanden sind. Das Thema „Track & Tracing“ ist bei weitem noch nicht ausgestanden (dabei handelt es sich um den lückenlosen Nachweis der Produktion und der Lieferkette unter dem Vorwand, damit u.a. den Schmuggel einzuschränken  - was aber im Zigarrensegment und bei Zigarillos sehr,sehr unterdurchschnittlich sein dürfte und eher den Zigarettenmarkt meint, Anm.d.Redaktion). Mit diesen globalen EU-Richtlinien werden die Unternehmen überstrapaziert. So ist zum Beispiel aus einem größeren Unternehmen mit zahlreichen Produkten im Segment Zigarre und Zigarillo die Summe von etwa 4,5 Millionen Euro zusätzlichen Kosten pro Jahr zu hören. Das können sich eigentlich nur ganz wenige leisten und man darf gespannt sein, mit welchen Konzepten die kleineren und mittelständischen Unternehmen die Zukunft meistern. 

„Together for tomorrow“ hat also eine tiefergehende Bedeutung. Die Branche muss gemeinsam agieren und weitere restriktive Eingriffe in ihre unternehmerische Handlungsfreiheit konzertiert verhindern. Und wir alle, als Liebhaber der Genussmomente, die uns Zigarre, Zigarillo und Pfeife schenken, sollten unsere Unterstützung nicht verwehren. Bleiben wir der Branche und ihren wunderbaren Produkten treu und freuen uns darüber, dass der Tabakfachhandel in Deutschland die Vielfalt und den Genuss so greifbar nahe macht. 

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